Leipziger Allerlei. Горожанина Н.И - 8 стр.

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Ich danke Ihnen! Und,äh, vielleicht behalten Sie die Neuigkeit erst mal für sich, äh,
Sie verstehen, was ich meine…“
Klar doch, Herr Müller! Ich kann schweigen wie ein Grab!“
Müller lehnt sich in seinem Sessel zurück. „Ein Mord! Kein Autounfall, ein Mord!“
Jetzt ist die ganze Sache plötzlich ein echter Kriminalfall. Aber unser Privatdetektiv
kann am besten mit vollem Magen denken. Kurz entschlossen nimmt Müller den
Stadtplan und den Reiseführer und verlässt das Hotel.
7.
Vom Hotel spaziert Müller wieder in Richtung Altstadt. Über den Sachsenplatz, am
Markt vorbei führt sein Weg. Gelegentlich bleibt er stehen und betrachtet die
Gebäude, liest im Reiseführer. Jetzt steht er vor einem prachtvollen Gebäude.
Alte Börse. Barockgebäude, 1678-87, heute genutzt für Kulturveranstaltungen…
Und davor das Goethedenkmal von Carl Seffner, erinnert an Goethes Leipziger
Studienjahre. Aha, sehr interessant. Der alte Goethe wusste auch, wo es schön
war…“
Müller liest weiter. „Goethe war es auch, der Auerbachs Keller in seinem Faust
weltberühmt machte… Genau!“
Müller überlegt beim Weitergehen, ob ihm noch ein Zitat aus dem Faust einfällt, mit
dem man ihn auf dem Gymnasium gequält hat, aber wie schon gesagt, am liebsten
denkt unser Privatdetektiv mit vollem Magen.
Im Restaurant bestellt Müller ein Gericht, das ihm am typischsten erscheint:
Leipziger Allerlei
6
!
Müller liegt auf dem Bett, die Beine hochgelegt. Sie schmerzen vom vielen Laufen.
Er ist müde. Seine Gedanken kreisen um seinen Auftrag, und für den nächsten Tag
hat er sich einen zweiten Besuch bei Frau Olschewski vorgenommen. Aber bis dahin
ist noch Zeit, und Müller schläft in seinen Kleidern ein.
Frau Olschewski, bitte machen Sie auf!“
Müller klopft lautstark an die Wohnungstür. Er weiß, wie peinlich Frau Olschewski
das ist, aber das ist seine einzige Chance hereingelassen zu werden.
Seien Sie doch leise, ich bitte Sie!“
Die Wohnungstür öffnet sich, diesmal ohne Kette, und Müller tritt in den kleinen
Flur.
Was wollen Sie denn schon wieder? Ich habe Ihnen doch gestern schon gesagt…“
Jetzt hören Sie mir mal zu, Frau Olschewski! Der Unfall von Ihrem Chef war gar
kein Unfall, das war glatter Mord! Uns Sie erzählen mir endlich alles, was Sie
wissen, oder wir beide gehen jetzt sofort zur Polizei und Sie erzählen das meinen
Kollegen…!“ Müller als Schauspieler. Mit ernster Miene blickt er streng auf die
Frau, mit Erfolg.
Mord? Kein Unfall? Aber wer sollte denn Herrn Bollwage ermorden…? Kommen
Sie bitte…“
Sie bittet Müller in die kleine Küche. Sehr ordentlich und sauber. Und Müller ist sich
sicher, dass sie von dem Chaos im Büro keine Ahnung hat.
Ich höre, Frau Olschewski!“
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„Ich danke Ihnen! Und,äh, vielleicht behalten Sie die Neuigkeit erst mal für sich, äh,
Sie verstehen, was ich meine…“
„Klar doch, Herr Müller! Ich kann schweigen wie ein Grab!“
Müller lehnt sich in seinem Sessel zurück. „Ein Mord! Kein Autounfall, ein Mord!“
Jetzt ist die ganze Sache plötzlich ein echter Kriminalfall. Aber unser Privatdetektiv
kann am besten mit vollem Magen denken. Kurz entschlossen nimmt Müller den
Stadtplan und den Reiseführer und verlässt das Hotel.
7.
Vom Hotel spaziert Müller wieder in Richtung Altstadt. Über den Sachsenplatz, am
Markt vorbei führt sein Weg. Gelegentlich bleibt er stehen und betrachtet die
Gebäude, liest im Reiseführer. Jetzt steht er vor einem prachtvollen Gebäude.
„Alte Börse. Barockgebäude, 1678-87, heute genutzt für Kulturveranstaltungen…
Und davor das Goethedenkmal von Carl Seffner, erinnert an Goethes Leipziger
Studienjahre. Aha, sehr interessant. Der alte Goethe wusste auch, wo es schön
war…“
Müller liest weiter. „Goethe war es auch, der Auerbachs Keller in seinem Faust
weltberühmt machte… Genau!“
Müller überlegt beim Weitergehen, ob ihm noch ein Zitat aus dem Faust einfällt, mit
dem man ihn auf dem Gymnasium gequält hat, aber wie schon gesagt, am liebsten
denkt unser Privatdetektiv mit vollem Magen.
Im Restaurant bestellt Müller ein Gericht, das ihm am typischsten erscheint:
Leipziger Allerlei6!
Müller liegt auf dem Bett, die Beine hochgelegt. Sie schmerzen vom vielen Laufen.
Er ist müde. Seine Gedanken kreisen um seinen Auftrag, und für den nächsten Tag
hat er sich einen zweiten Besuch bei Frau Olschewski vorgenommen. Aber bis dahin
ist noch Zeit, und Müller schläft in seinen Kleidern ein.
„Frau Olschewski, bitte machen Sie auf!“
Müller klopft lautstark an die Wohnungstür. Er weiß, wie peinlich Frau Olschewski
das ist, aber das ist seine einzige Chance hereingelassen zu werden.
„Seien Sie doch leise, ich bitte Sie!“
Die Wohnungstür öffnet sich, diesmal ohne Kette, und Müller tritt in den kleinen
Flur.
„Was wollen Sie denn schon wieder? Ich habe Ihnen doch gestern schon gesagt…“
„Jetzt hören Sie mir mal zu, Frau Olschewski! Der Unfall von Ihrem Chef war gar
kein Unfall, das war glatter Mord! Uns Sie erzählen mir endlich alles, was Sie
wissen, oder wir beide gehen jetzt sofort zur Polizei und Sie erzählen das meinen
Kollegen…!“ Müller als Schauspieler. Mit ernster Miene blickt er streng auf die
Frau, mit Erfolg.
„Mord? Kein Unfall? Aber wer sollte denn Herrn Bollwage ermorden…? Kommen
Sie bitte…“
Sie bittet Müller in die kleine Küche. Sehr ordentlich und sauber. Und Müller ist sich
sicher, dass sie von dem Chaos im Büro keine Ahnung hat.
„Ich höre, Frau Olschewski!“