Немецкий язык: Контрольные работы для студентов 3-4 курса исторического факультета. Горожанина Н.И - 21 стр.

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Приложение I
ТЕКСТЫ ПО СПЕЦИАЛЬНОСТИ ДЛЯ САМОСТОЯТЕЛЬНОГО
ЧТЕНИЯ, ПЕРЕВОДА И РЕФЕРИРОВАНИЯ
Text I.
Das Zeitalter der Glaubenspaltung
Die schwelende Unzufriedenheit mit der Kirche entlud sich, vor allem durch das
Auftreten Martin Luthers seit 1517, in der Reformation, die sich rasch
ausbreitete. Ihre Folgen reichten weit ü ber das Religiöse hinaus. Das ganze
soziale Gefü ge geriet in Bewegung. 1522/23 kam es zum Aufstand der
Reichsritter, 1525 zum Bauernkrieg, der ersten größ eren revolutionären
Bewegung der deutschen Geschichte. Beide Erhebungen scheiterten oder
wurden blutig niedergeschlagen. Hauptnutznieß er der Reformation waren die
Landesfü rsten. Nach wechselvollen Kämpfen erhielten sie im Augsburger
Religionsfrieden 1555 das Recht, die Religion ihrer Untertaten zu bestimmen.
Die protestantische Konfession wurde als gleichberechtigt mit der katholischen
anerkannt. Die religiöse Spaltung Deutschlands war damit besiegelt. Auf dem
Kaiserthron saß zur Zeit der Reformation Karl V. (1519-1556)
Zur Zeit des Augsburger Religionsfriedens war Deutschland zu vier Fünfteln
protestantisch. Der Kampf zwischen den Konfessionen war damit jedoch nicht
beendet. In den folgenden Jahrzehnten konnte die katholische Kirche viele
Gebiete zurü ckgewinnen (Gegenreformation). Die konfessionellen Gegensätze
verschärften sich; es kam zur Bildung von Religionsparteien, der
protestantischen Union (1608) und der katholischen Liga (1609). Ein lokaler
Konflikt in Böhmen löste dann den Dreiß igjährigen Krieg aus, der sich im Lauf
der Jahre zu einer europäischen Auseinandersetzung weitete. Dabei wurden
zwischen 1618 und 1648 weite Teile Deutschlands verwü stet und entvölkert. Im
Westfälischen Frieden von 1648 muß ten Gebiete an Frankreich und Schweden
abgetreten werden; das Ausscheiden der Schweiz und der Niederlande aus dem
Reichsverband wurde bestätigt. (1450)
Пояснения к тексту
1. Böhmen - Богемия
2. Der Hauptnutznieß er - (человек) извлекающий пользу (выгоду ) из
чего-либо; наживающийся на чëм-либо
Text II.
Das Zeitalter des Absolutismus
Die souveränen Territorialstaaten ü bernahmen als Regierungsform nach
französischem Vorbild den Absolutismus. Er verlieh dem Herrscher
schwankenlose Macht und ermöglichte den Aufbau einer straffen Verwaltung,
die Einfü hrung geordneter Finanzwirtschaft und die Aufstellung stehender
Heere. Viele Fürsten hatten den Ehrgeiz, ihre Residenz zu einem kulturellen